Forschung und
Entwicklung
Neue Trainingsverfahren entstehen im Verbund
Forschung ist bei REISER kein Nebenschauplatz, sondern der Weg, auf dem neue Trainingsverfahren entstehen, bevor sie in Serie gehen. In öffentlich geförderten Verbundprojekten arbeiten wir mit wissenschaftlichen Partnern an Fragen, die ein einzelnes Kundenprojekt nicht beantworten kann, und überführen die Ergebnisse anschließend in qualifizierbare Systeme.
Aktuell läuft mit ARTE ein gemeinsames Projekt mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Seine Ergebnisse fließen in die Weiterentwicklung zertifizierbarer AR- und MR-Simulatoren ein und damit in Systeme, die wir anschließend selbst bauen.
Multi-Crew-Training im Hubschraubersimulator. Bild: DLR
ARTE bringt Augmented Reality ins Hubschraubertraining
ARTE steht für Augmented Reality für Trainings-Exzellenz und ist ein gemeinsames Forschungsprojekt von REISER Simulation and Training und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Ziel ist es, das Multi-Crew-Coordination-Training für Hubschrauberbesatzungen mit Augmented- und Mixed-Reality-Technologien auf ein neues Niveau zu heben.
Moderne Hubschraubereinsätze verlangen Teamarbeit, Situationsbewusstsein und schnelle Entscheidungen. Klassische Trainingsmethoden stoßen dabei wirtschaftlich wie ökologisch an Grenzen. Genau hier setzt ARTE an: Realitätsnahes Simulatortraining ersetzt reale Flugstunden, senkt Emissionen und macht die Trainingsqualität zugleich messbar.
Technologie
Drei technologische Neuerungen führt ARTE zusammen. Erprobt werden sie am Forschungssimulator des DLR, überführt werden sie anschließend in qualifizierbare Trainingssysteme.
Virtuelle Instructor Operator Station
Die Instructor Operator Station wird vollständig in die Mixed-Reality-Brille des Instruktors verlegt. Der Fluglehrer sitzt damit wie im realen Cockpit neben dem Piloten und steuert die Simulation gleichzeitig.
Live-Performance-Metriken
Eye-Tracking und physiologische Sensordaten liefern Kennzahlen zu Belastung, Aufmerksamkeit und Trainingsfortschritt, während die Übung läuft. Das erlaubt gezielteres Feedback und ein stärker individualisiertes Training.
Multi-Crew Coordination in AR und MR
Der Forschungssimulator ARiTra wird um eine zweite MR-Brille erweitert. Pilot und Fluglehrer arbeiten damit in einer gemeinsamen Mixed-Reality-Umgebung, echtes MCC-Training wird möglich.
Forschungssimulator ARiTra des DLR. Bild: DLR
Was ARTE erreichen soll
Fünf Ziele ergeben zusammen ein qualifizierbares AR/MR-Trainingssystem. Die wissenschaftliche Begleitung liegt beim DLR-Institut für Flugsystemtechnik, die Überführung in marktfähige Produkte bei REISER.
AR/MR-Simulator mit Multi-Crew-Fähigkeit
Live-Performance-Metriken im Training
KI-gestützte Auswertung physiologischer Daten
Weniger reale Trainingsflüge
Qualifizierbarkeit nach EASA und FAA
Projektpartner
ARTE ist ein Verbundprojekt aus Industrie und Forschung.
Reiser Simulation and Training
REISER entwickelt und fertigt seit über 30 Jahren Flugsimulatoren. Im Projekt verantworten wir Entwicklung und Integration des AR/MR-Simulators sowie die Überführung der Forschungsergebnisse in marktfähige Produkte.
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
Das DLR-Institut für Flugsystemtechnik in Braunschweig bringt seine Expertise in Hubschraubersimulation, Pilotenkampagnen und AR/MR-Forschung ein und übernimmt unter anderem die Vorevaluation am Forschungssimulator.
Klimawirkung
Jede Simulatorstunde spart Emissionen
Ein mittlerer Hubschrauber verursacht rund 632 kg CO2 pro Flugstunde. Verlagert man Trainingsstunden vom realen Fluggerät in den Simulator, sind im Hubschraubertraining rund 1.900 Tonnen CO2 pro Jahr vermeidbar. AR- und MR-Simulatoren brauchen dabei zusätzlich weniger Energie als klassische Full-Flight-Simulatoren.
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